Wer als Firma gerade im KI-Bereich einsteigen will: Mein Beileid. Du wirst aktuell komplett überwältigt von einem Tool-Wirrwarr aus neuen Frameworks, Bibliotheken und Konzepten, die alle zwei bis drei Wochen erscheinen.
Langchain, LangGraph, CrewAI, AutoGen, MCP, RAG, Vektorisierung, Multi-Agent-Systeme – die Liste wird jede Woche länger. Und Firmen fühlen sich gezwungen, auf jeden Zug aufzuspringen, um nichts zu verpassen. Obwohl das vorherige Tool konzeptionell oft nur halb zu Ende gedacht war.
Das Problem: Unternehmen treffen Technologieentscheidungen unter Druck. Du setzt auf ein Framework, weil es gerade gehyped wird – nicht weil es zu deinem Problem passt. Und drei Monate später ist das Framework veraltet.
Im Grundsatz machen all diese Tools und Frameworks das Gleiche: Daten in ein Sprachmodell bekommen und eine möglichst gute Antwort herausholen.
Die Nuancen unterscheiden sich – aber das Grundprinzip ist identisch. Und ob du jetzt Langchain, LlamaIndex oder eine eigene Lösung nutzt: Am Ende zählt, ob dein Problem gelöst ist.
Stell dir vor, du brauchst einen Elektriker. Würdest du dich damit auseinandersetzen, welche Bohrmaschine er benutzt? Würdest du verlangen, dass er unbedingt die Hilti-Schlagbohrmaschine XY verwendet und auf keinen Fall Bosch?
Der Elektriker würde dich für verrückt erklären. Er benutzt irgendeine Bohrmaschine und macht das Loch in die Wand. Fertig.
Genau so sollte es im KI-Bereich sein: Du willst ein Problem gelöst bekommen. Welches Framework dabei zum Einsatz kommt, sollte die geringste deiner Sorgen sein.
Statt alle drei Wochen ein neues Tool zu evaluieren, brauchen Unternehmen:
In kaum einem anderen Bereich ändern sich die Werkzeuge so schnell wie in der Tech-Branche. Das ist seit Jahrzehnten so. Wer alles auf eine Karte setzt – sei es ein Framework, ein Modell-Anbieter oder ein Tool – hat eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit, in drei Monaten die falsche Karte gezogen zu haben.
Kluge Unternehmen bauen deshalb modulare Systeme: Der KI-Kern kann ausgetauscht werden, ohne dass der Rest zusammenbricht.
Lass dich nicht verrückt machen. Die Tools sind austauschbar – dein Geschäftsproblem ist es nicht. Investiere in das Verständnis deiner Prozesse, nicht in das neueste Framework. Und such dir einen Partner, der dir das Loch in die Wand macht – egal mit welcher Bohrmaschine.
[00:00] Wer gerade im KI-Bereich neu einsteigt, tut mir wirklich, wirklich leid. Weil du bist ja einfach komplett überwältigt in diesem Tool-Wirrwarr von irgendwelchen neuen Frameworks und Sachen, die alle zwei, drei Wochen wieder rauskommen, wo die Firmen fast gezwungen sind, drauf zu springen, um nicht das Gefühl zu haben, dass sie irgendwas verpassen. [00:18] Und keine Ahnung, die letzten zwei Jahre ist es so, dass ständig irgendwas Neues rauskommt, was im Grundsatz eigentlich genau dasselbe macht wie das Ding davor auch. Weil wir suchen alle nur über ein Sprachmodell irgendwie Daten da reinzukriegen und eine halbwegs gute Antwort zu bekommen. [00:33] Und ob ich das jetzt über Agent, Multi-Agent, Langchain, LangGraph, RAG, Vektorisierung und so weiter mache – das sind alles nur Nuancen, wie ich das möglichst effizient mache. [00:43] Und das kommt auch alles auf den Use Case an. Aber gerade ist es so, dass den Leuten vermittelt wird, den Firmen vermittelt wird, dass sie auf das Tool setzen müssen. Und wenn du das Tool nicht machst, dann ist es eh vorbei, weil MCP ist irgendwie outdated, jetzt gibt es irgendwie ein ganz anderes Konzept. [01:00] Stell dir mal vor, du bräuchtest jetzt einen Elektriker und du müsstest dich damit auseinandersetzen, welches Tool benutzt denn der Elektriker? Ich will jetzt, dass er unbedingt mit der Hilti-Schlagbohrmaschine XY bei mir in die Wand reinbohrt, weil Bosch soll da nicht benutzt werden. [01:16] Stell dir mal das Gespräch vor, wenn du es zum Elektriker sagst. Der sagt, du hast nicht alle Latten vorm Zaun. Weil er benutzt halt irgendeine Bohrmaschine und macht das Loch. Und fertig. [01:26] Und genau so ist es oder sollte es im Software- und KI-Bereich sein. Dass du doch einfach ein Problem gelöst bekommst. [01:34] Und ganz ehrlich, mittlerweile überlege ich mir, ob ich nicht einfach Beratung dazu mache, diese ganzen Tools mal einzusortieren und die Leute zu beruhigen, dass du nicht alle drei Wochen auf irgendein neues Tool setzen musst. [01:46] Weil es macht überhaupt keinen Sinn, alles nach einem Tool auszurichten und voll darauf zu setzen. Weil in ein paar Wochen, ein paar Monaten gibt es irgendwas Neues. Das ist einfach die Natur des Tech-Bereichs und das ist seit Jahrzehnten so. [02:00] Wenn du alles auf eine Karte setzt im Tech-Bereich, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, dass es in drei Monaten die falsche Karte war und du wieder alles neu bauen musst.
Es gibt kein 'bestes' Framework. Langchain, CrewAI, AutoGen – alle lösen ähnliche Probleme. Wichtiger als das Tool ist, dass das Problem klar definiert ist. Die Frameworks sind austauschbar, das Geschäftsproblem nicht.
Ein klares JEIN. Die KI-Landschaft verändert sich alle paar Wochen. Wer alles auf ein Tool setzt, hat in drei Monaten mit hoher Wahrscheinlichkeit die falsche Karte gezogen. Besser: Problem lösen, Tool flexibel halten.
Erst das Problem definieren, dann das Tool auswählen. Nicht umgekehrt. Welche Daten sind vorhanden? Welche Systeme müssen angebunden werden? Wie sieht die Wartung aus? Das sind die richtigen Fragen – nicht welches Framework gerade im Trend liegt.
Wenn ihr wissen wollt, was davon für euch relevant ist — wir klären das in 30 Minuten.
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